Wer ein Bauvorhaben plant, trifft auf eine ganze Reihe technischer Begriffe, die erklärungsbedürftig sind. Wir vom Garten- und Landschaftsbau kennen die Situation: Ein Bauherr erhält Angebote mit Fachbegriffen wie Estrich, Gipskarton oder Drainage und fragt sich, was genau dahintersteckt. Unser Wiki erklärt diese Begriffe verständlich. Von der Gartenplanung über Pflasterarbeiten bis zum Trockenbau finden Sie hier die wichtigsten Termini kurz zusammengefasst. So verstehen Sie, welche Arbeitsschritte an Ihrem Haus anfallen.
Was bedeutet Garten- und Landschaftsbau für Ihr Grundstück?
Der GaLaBau umfasst die komplette Gestaltung und Bebauung von Außenanlagen, von der ersten Gartenplanung über die Bepflanzung bis zum Terrassenbau. Zu diesem Bereich zählen Erdarbeiten, die Anlage von Rasenflächen, das Setzen von Pflastersteinen für eine neue Einfahrt sowie die Errichtung von Gartenmauern oder Zäunen. Ziel ist es, das Gelände um das Haus herum funktional nutzbar zu machen. Eine gut geplante Gartengestaltung wertet das Grundstück dauerhaft auf.
Die Gartenplanung bildet die Grundlage jeder Maßnahme im Gartenbau. Dabei wird das Gelände vermessen und die Nutzungsbereiche festgelegt. Wo soll die Terrasse liegen? Wie verläuft der Weg zur Einfahrt? Diese Fragen klärt die Planung. Erst danach beginnt die eigentliche Umsetzung mit Bepflanzung und Wegebau. Ein durchdachter Landschaftsbau berücksichtigt zudem die Bodenbeschaffenheit und die Wasserführung, damit Pflanzen gut gedeihen und keine Staunässe entsteht.
Pflasterarbeiten gehören zum Kernbereich des Außenbaus, wobei die Materialwahl von Beton über Klinker bis hin zu Naturstein reicht und Kosten sowie Haltbarkeit beeinflusst. Für eine befahrene Einfahrt braucht es dickere Steine als für einen Gehweg, und der Unterbau aus Schotter und Splitt muss verdichtet werden, damit sich später nichts senkt. Eine sauber gesetzte Pflasterung hält Jahrzehnte und benötigt kaum Pflege.
Rohbau und Estrich – was passiert am Gebäude?
Der Rohbau bezeichnet die nackte Struktur des Gebäudes – also Wände und Decken – und das Dach kommt ohne Innenausbau dazu. Die Rohbaukosten machen oft den größten Teil der Baukosten aus, danach folgt der Innenausbau mit dem Estrich, der Unebenheiten ausgleicht und eine tragfähige Fläche für Platten oder Beläge schafft.
Die Wand im Rohbau besteht meist aus Kalksandstein oder Porenbeton. Diese Materialien sorgen für Statik und Schallschutz. Wenn der Rohbau steht, geht es an den Trockenbau. Hier kommen Gipskarton-Platten zum Einsatz. Gipskarton ist leicht zu verarbeiten und lässt sich an jeder Wand montieren. Trockenbauwände aus Gipskarton-Platten trennen Räume voneinander, ohne schweres Mauerwerk zu errichten. Das spart Zeit und senkt die Kosten im Vergleich zum nassen Mauerwerk.
Nach dem Trockenbau kommen Fliesenlegerarbeiten und der Bodenbelag, wobei Fliesen sich für Bad und Küche eignen, weil sie Feuchtigkeit abweisen. Platten aus Naturstein oder Keramik verlegen wir mit präzisem Fugenbild, während im Wohnbereich Parkett und Laminat gefragt sind – PVC ist eine Alternative. Ohne ebenen Estrich lassen sich keine sauberen Platten verlegen, weshalb die Reihenfolge beim Bau entscheidend ist.
Was versteht man unter Generalunternehmerschaft?
Ein Generalunternehmer trägt die Verantwortung für ein Bauvorhaben vom ersten Spatenstich bis zur Schlüsselübergabe, sodass der Bauherr nur einen Ansprechpartner hat, der alle Gewerke wie Gartenbau, Rohbau, Trockenbau und Malerarbeiten koordiniert. Wir übernehmen diese Rolle und sorgen dafür, dass die Handwerker pünktlich auf der Baustelle sind, wodurch die Terminierung verschiedener Firmen entfällt.
Steuert ein Unternehmen das komplette Bauvorhaben, entfallen Schnittstellenprobleme, weil wir die Abläufe genau kennen und der Estrichleger nicht auf den Trockenbauer warten muss. Das verkürzt die Bauzeit, und ein einziges Team übernimmt zudem die Abfallentsorgung, wodurch die Baustelle ordentlicher bleibt. Alle Gewerke erscheinen in einem gemeinsamen Angebot, sodass die Kosten transparent bleiben und keine Zusatzposten überraschen.
Wann sind Abbrucharbeiten notwendig und wie laufen sie ab?
Abbruch ist nötig, wenn ein altes Gebäude einem Neubau weichen muss oder Teile eines Hauses saniert werden, wobei wir vorher die Materialien und Gefahrstoffe wie Asbest prüfen. Der Abbruch erfolgt maschinell oder per Hand, wobei wir Baustoffe wie Beton und Holz direkt trennen – auch Metall wird so der fachgerechten Entsorgung zugeführt.
Nach dem Abbruch folgt häufig Sanierung oder Neubau, wobei wir die verbleibende Wand gegen Einsturz sichern, wenn nur ein Teil niedergerissen wird. Die Brachstelle muss sauber sein, damit ein stabiles Bauvorhaben gelingt, und wir räumen das Gelände vollständig leer, sodass der Rohbau ohne Behinderung beginnt und Ihre Planung beschleunigt wird.
Welche Materialien eignen sich für Terrasse und Einfahrt?
Für Terrasse und Einfahrt stehen Materialien zur Wahl, die sich in Kosten und Optik unterscheiden – der Pflegeaufwand kommt dazu. Ob die Fläche nur begangen oder auch befahren wird, entscheidet über die Auswahl, wobei eine Terrasse feinere Platten verträgt, während eine Einfahrt druckfeste Pflastersteine benötigt. Wir beraten Sie, welches Material zu Ihrem Einsatzzweck passt.
| Bereich | Material | Eigenschaft |
|---|---|---|
| Terrasse | Natursteinplatten | Edle Optik, frostsicher, höherer Preis |
| Terrasse | WPC-Dielen | Holzoptik, rutschfest, geringer Pflegeaufwand |
| Einfahrt | Betonpflastersteine | Sehr belastbar, kostengünstig, viele Formate |
| Einfahrt | Klinkerpflaster | Robust, farbbeständig, klassisches Aussehen |
